BLOG karacho | Wie ich mich mit Robert Smith getroffen habe …

Wie ich mich mit Robert Smith getroffen habe …

… und Zwölftausend andere. Auch mein bester Cousin. Und mein bester Schulfreund. Und viele andere bekannte Gesichter. Mensch! War das schön!

Da ist sie wieder: Die Gelegenheit für eine Zeitmaschine. Zum Zurückdrehen. Zum Dienstag. Zum Konzertdienstag. Oder sogar noch früher. Zu wochenendlichen Fahrten nach Lichtenstein oder in den Bunker. Zum Zillo oder Woodstage. Zum Traurigsein bei ‚The Crow‘. Gibt es aber nicht. Jetzt ist jetzt. Und das ist gut so. Und auch im Jetzt kann ich mich an das großartige Cure-Konzert erinnern.

Auf den Punkt genau in etwa der zehnten Reihe sind wir vor der Bühne gelandet. The Twilight Sad aus Großbritannien spielten gerade zum ersten Lied auf. Das extremely rollende ‚R‘ des Sängers aus Glasgow bringt so manchen ins Schlingern, in welcher Sprache er denn singe. Na Englisch. Natürlich. Ich fand sie wiederholt überzeugend. Deren Auftritt – kurz und gut. Dann waren die Mitglieder der Post-Rock-Band wieder hinter der Bühne verschwunden. Zeit um Getränke zu holen.

Auf dem Weg durch die Menge habe ich ungefähr 20 Füße betreten. Mich anständig im Sekundentakt dafür entschuldigt. Mit dem Eindruck der Enge und in jeder Hand ein Getränk haltend, entschied ich mich, das Konzert getrennt von der Gruppe am linken Bühnenrand zu genießen. Und was soll ich sagen. Ich habe zwar Robert nicht im Twilight Garden sondern in A forest getroffen, aber die Lieblingslied-Garantie gibt es ja nie. Der siebenundfünfzig-jährige Herr Smith hat stimmlich wie charismatisch überzeugt. Es war immerhin das neunundzwanzigste Konzert – seit der The Cure-Bühnenrückkehr nach acht Jahren im Juli dieses Jahres. Sie haben begeistert. Jeden! Obwohl … zwei riskierte Blicke auf die emporen Sitzreihen hinter uns ließen dies nicht zweifelsfrei glauben. Aber bestimmt waren die Stühle nur zu – na Stuhl eben. Zu erleben, wie der Band das Bandsein Spaß macht, dreißig Lieder wieder lebendig werden und es nicht nur Notwendigkeit scheint, weil die Geldbörsen leer sind, das ist schön! Und dann springt er auch über. Der Funken der Begeisterung. Dann sind nahezu Zwölftausend begeistert. Schwelgen in Erinnerungen. Bekommen zum Dank drei Zugaben spendiert. Und dann waren wir für ein paar Stunden alle wieder 17 …

P. S.: ‚friday I’m in love‘ finde ich immer noch langweilig. Ist halt Geschmacksache.

Und was das alles mit karacho zu tun hat? Na an diesem Abend habe ich nicht getöpfert. Nur mal dran gedacht.